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Kirchgemeinde Carlow

Was sollen wir trinken?

Predigt für den 2. Sonntag nach Epiphanias,  17. 1. 2021

im Dialog mit Worten aus dem Evangelium nach Johannes 2, 1-11

Erinnerungskultur

Johanna schreibt. Wenn sie innehält, um nach den richtigen Worten zu finden, schaut sie sich um, sieht Kinder spielen; Frauen & Männer gehen ihrer Arbeit nach. Das könnte eine heile Welt sein, das Reich Gottes. Ist es aber nicht. Die Legionen aus vielen Völkern hatten sich durchgesetzt; die jüdischen Rebellen - überwiegend überzeugt, im Namen Gottes zu handeln - wurden vernichtend geschlagen. Der Krieg ist vorbei, aber Friede ist das noch lange nicht. Das Land ist zerstört & die Frage nach Glauben oder Unglauben wird schärfer als je zuvor diskutiert. Die Konservativen gewinnen an Einfluss. „Trotzdem“, denkt Johanna: „Ich will nicht hinter das zurück, was wir in der Nachfolge Jesu erreicht haben.“  

Zusammen halten!

Johanna hat sich Großes vorgenommen: sie will alles aufschreiben, was sie von Jesus weiß. Sie will den Zweifelnden in ihrer Gemeinde Mut machen: Geht weiter auf dem Weg Jesu, für Gerechtigkeit auf Erden, jetzt & in Zukunft. Johanna ermutigt, offen zu bleiben für Menschen unterschiedlicher Herkunft. Ein Spagat ist das schon: die Frauen & Männer mit jüdischem Hintergrund könnten sich von Jesus abwenden, um die Einheit des ohnehin schwer geschlagenen jüdischen Volkes nicht zu gefährden. Und Gemeindeglieder aus dem griechischen Kulturkreis könnten sich von Jesus abwenden, weil er ja doch nur ein Mensch war, ein Sterblicher. Und doch: Menschen aus beiden Gruppen zusammen haben eine Gemeinde gebildet, eine solidarische Lebensgemeinschaft, in der Frauen & Männer, Jüdische & Griechische, Freie & Versklavte gleichberechtigt zusammenleben, füreinander einstehen. Jetzt droht diese Gemeinde unter dem politischen Druck von beiden Seiten zu zerfallen. Aber Johanna kämpft für die Gemeinschaft. Sie kämpft mit der Feder. Sie schreibt ein Evangelium.

Eine Frauenquote?

Könnte das sein, dass eine Frau das Johannesevangelium geschrieben hat? Könnte eine Johanna dieses Glaubenszeugnis erschaffen haben? Könnte sie die abstrakte Vorstellung vom Wort, das am Anfang war, mit ganz konkreten & sinnlichen Erlebnissen bis hin zur Fußwaschung verbunden haben? - Warum nicht? Zumindest verbindet das Johannesevangelium den göttlichen Vater & die irdische Mutter, die Materie & den Geist so innig, dass sie unzertrennlich werden. Und schließlich erzählt Johannes oder Johanna von souverän handelnden Frauen. So wie in dieser Geschichte:

  Vom Fest des Lebens

Nach drei Tagen war eine Hochzeit in Kana in Galiläa und die Mutter Jesu war auch dort. 2 Und auch Jesus und seine Jünger_innen waren zu der Hochzeit eingeladen. 3 Und weil es an Wein mangelte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. 4 Und Jesus sagte zu ihr: Was ist mit mir und dir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter sagte den Diener_innen: Was er euch sagt, das tut. 6 Und es standen dort sechs Wasserkrüge aus Stein entsprechend der jüdischen Reinheitsvorschrift, die jeweils zwei bis drei Maß (80 – 120 l) fassten. 7 Jesus sagte zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben hin. 8 Und er sagte: Schöpft jetzt und bring es der Person, die für die Speisen zuständig ist. Und sie brachten es ihr. 9 Und als der Küchenchef probierte, war das Wasser Wein geworden, und er wusste nicht woher er war - aber die Diener_innen wussten es, die das Wasser geschöpft hatten, - da rief die Person, die für die Speisen zuständig war,  den Bräutigam 10 und sagte zu ihm: Jeder Mensch schenkt zuerst den guten Wein aus, und wenn sie betrunken werden, den geringeren. Aber du hast den guten Wein bis jetzt aufgehoben. 11 Dies tat Jesus als Anfang der Wunderzeichen in Kana in Galiläa und zeigte seinen Glanz. Und seine Jünger_innen vertrauten ihm.

Provokation

Das Evangelium nach Johannes war genauso eine Provokation, wie es ein Evangelium nach Johanna wäre. Konservative Vertreter_innen der Religionen jener Zeit sahen sich schon dadurch provoziert, dass hier die Verbindung von Göttlichem & Menschlichem betont wird – das Wort wurde Fleisch, ein Skandal. Johannes integriert einen göttlichen Menschen in eine Gemeinschaft einfacher Leute, weil ja einer allein Gottes Herrlichkeit nicht verkörpern kann. Und provoziert, indem er/sie kurz & knapp beschreibt, wie das erste Wunderzeichen Jesu auf die Initiative einer Frau hin geschieht.

Nicht zuständig

„Nach drei Tagen“, erzählt Johanna, „war eine Hochzeit in Kana… und die Mutter Jesu war da. Und Jesus mit seinen Jüngern war auch eingeladen.“ Erst Maria, dann die Jesus-Clique – das kann durchaus mit Absicht so erzählt worden sein: diese Frau hat etwas zu sagen. Sie erklärt sich für zuständig bei diesem Fest in schwierigen Zeiten. Eine Hochzeit wie früher gab es in Johannas Dorf schon länger nicht. Es war ja Krieg. Auch danach gab es nicht viel zu feiern. Johanna lässt Jesu Mutter diese Situation benennen, die Erfahrung Armut, die so viele in Johannas Gemeinde teilen: „Sie haben keinen Wein“, sagt die irdische Mutter. Und der göttliche Sohn reagiert ganz so, wie Johanna es von religiösen Autoritäten kennt. Auch die Vertreter Jesu auf Erden halten sich oft für nicht zuständig für die irdischen Zustände. „Was habe ich mit dir zu tun, Frau?“, lautet schroff die Antwort. Das sind übrigens die ersten Worte Jesu im Johannesevangelium: „Was habe ich mit dir zu tun, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Jesus als Partygast, inkognito, ein abgehobener Kirchenmann, der jegliche Verantwortung zurückweist? Wem hält Johanna da den Spiegel vor? Uns, die wir nicht zuständig sind für die Not der Geflüchteten in abgebrannten Lagern? Uns, die wir glauben, wenn jede_r für sich sorgt, ist für alle gesorgt?

 Da müssen wir was tun!

Maria ignoriert die Ignoranz ihres Sohnes für die Not der kleinen Leute. Sie ist diejenige, die aktiv wird; programmatisch zu Beginn des Evangeliums – noch bevor Jesus irgendetwas tut oder lehrt. „Was er  euch sagt, das tut.“ Herzensanliegen des Evangeliums ist, dass alles, was von Jesus gesagt ist, im Alltag der Gemeinde Wirklichkeit wird; dass auch die Menschen, die das Evangelium lesen, den Worten Jesu gemäß handeln. Christ_in sein ist nicht eine Überzeugung, sondern eine Lebensform, ein Miteinander von Menschen in Gottes Geist. Maria, Jesus & die Bediensteten samt Küchenchef beim Fest wirken zusammen, handeln menschlich – und Gott ist ganz nah.

Und das ist erst der Anfang!

So erzählt Johanna. Aber hat sie vielleicht etwas übertrieben? Dass dieses Wasser jetzt der bessere Wein ist… - werden die Gemeindeglieder, die noch vor ein paar Jahren am sechsten Januar das Weinwunder des griechischen Gottes Dyonisos gefeiert haben, sich über diese Pointe freuen oder eher ärgern? Und sind sechs Steinkrüge – immerhin 480 bis 600 Liter – nicht doch zu viel des Guten? Wird das nicht wieder aufgeregte Debatten über die Moral der Jesusleute & die Gefahren des Alkohols zu Folge haben? Und soll das wirklich das erste Zeichen sein, mit dem Jesus den Anfang des Gottesreiches sichtbar macht? Wäre nicht die wundersame Brotvermehrung ein besserer Anfang? Ist das tägliche Brot nicht viel wichtiger als der Wein für die Festtage? Johanna kaut auf dem Ende ihrer Schreibfeder. Sie kann sich nicht entscheiden. Aber das muss ja auch gar nicht. Die Gemeinde wird entscheiden, welches Zeichen Jesu als erstes erzählt wird. Warum soll sie, Johanna, denn alleine entscheiden, wenn Jesus selbst sich auch immer Mitarbeiter_innen gesucht hat.

Und jetzt alle!

Jesus nachfolgen heißt: als Gemeinschaft zu entscheiden, demokratisch; das ganze Leben zu einem Fest zu machen, gerade wenn die Armut in der Gemeinde wächst; als Diener_in der anderen zu leben & gemeinsam Abhilfe zu schaffen, wenn jemand in Not ist. Jesus nachfolgen heißt auch: Maria nachzufolgen, sich nicht mit Verströstungen auf eine ferne Zukunft oder das Jenseits  abspeisen zu lassen, sondern jetzt in Gottes Geist zu handeln. Jesu Stunde ist noch nicht gekommen? Maria sieht das anders. Wann, wenn nicht jetzt soll denn die Stunde Jesu sein? Wenn ich in meiner Zeit mit dem, was ist, am Fest des Lebens teilhabe & die Not lindere, dann wird das Reich Gottes hier & jetzt Wirklichkeit. Das ist die Politik der Bibel: die Fülle des Lebens ist für alle da. Nicht in der verlogenen Form, dass die Partei immer recht hat, sondern in kritischer Auseinandersetzung. Und in der Frage: Was kann ich jetzt tun? Johanna erinnert daran. Wenn ich das, was ist, teile, wird nicht nur Wasser in Wein verwandelt, sondern aus Zweifel kann Vertrauen wachsen & in Sorge Freude entstehen. Das könnten wir doch auch gebrauchen. Am Ende erinnert mich die Geschichte an ein Lied von früher: „Was sollen  wir trinken, sieben Tage lang? … es ist genug für alle da! Wir trinken zusammen… Dann wollen wir kämpfen, keine weiß, wie lang, ja für ein Leben ohne Zwang!“ Was für ein Fest! Was für ein Zeichen am Anfang der Jesusgeschichte! Mir macht es Mut. Amen.

 

 

 

 

Predigt zur Jahreslosung – Anfang Januar 2021

Christus spricht:                   Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

(Jahreslosung 2021)

Lesung

Im Evangelium nach Lukas (6, 35 – 38) sagt Jesus: Liebt eure Feinde. Tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. Euer Lohn wird groß sein und ihr werdet Kinder des Höchsten sein, denn Gott ist gütig gegenüber undankbaren und bösen Menschen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, dann werdet ihr auch nicht gerichtet. Verurteilt nicht, dann werdet ihr auch nicht verurteilt. Sprecht frei und ihr werdet freigesprochen. Gebt und euch wird gegeben – was dann in euren Schoß fallen wird ist wie ein gutes Maß Getreide: voll gedrückt, gerüttelt, überfließend. Mit dem Maß, mit dem ihr messt werdet im Gegenzug ihr gemessen.

Predigt

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Jesusworte sind uns für dieses Jahr mitgegeben. Manche sagen: alte Worte. Wer spricht schon von Barmherzigkeit? Aber müssen wir davon sprechen? Oder geht es nicht viel mehr darum, in die Bewegung der Barmherzigkeit einzutauchen?

Zwischenmenschliches

In dem Zusammenhang,  in dem die Jahreslosung im Lukasevangelium überliefert wird, geht es um Zwischenmenschliches, darum, wie Gott zwischen den Menschen wirkt. Gott mit Herz & Hand: Liebt eure Feinde, tut Gutes… Jesus erzählt davon, was dann passiert: Gutes. Die Liebe bringt in Bewegung: das Gut, das Gutes bewirkt. Die Liebe bringt in Bewegung, macht gütig … und sie geht auch an den Bösen nicht vorbei. Gott verschenkt sich auch an die Undankbaren. Die Liebe hört nicht auf zu wirken, sie fließt über von Gott zu den Menschen & allen Geschöpfen, von Geschöpfen & Menschen zu anderen im Kreislauf des Lebens.

Bewegung

Barmherzigkeit ist in Bewegung, fließt über; Erbarmen & Mitgefühl fließen über, bewegen etwas in der Welt. In den alten Worten der Bibel klingen viele Bedeutungen mit. Nächstenliebe, Mitgefühl, Erbarmen, Feindesliebe - im Überfluss gibt Gott von sich, damit wir barmherzig werden. Damit es warm wird es in den Herzen, wo Gott einzieht, um da  zu wohnen – wie das Kind in der Krippe.

Überfluss

 Im Überfluss gibt Gott von sich & fließt über alles, durch alles, auch durch uns. Und wie das Wasser uns reinigt & belebt, macht Gottes Liebe, Mitgefühl, Erbarmen & Barmherzigkeit uns barmherzig. „Werdet“ barmherzig, ließe sich das „seid“ barmherzig auch übersetzen; sachgemäß ist es auch so zu verstehen: Gottes Barmherzigkeit lässt barmherzig werden. Ich muss es nicht tun, muss mich nicht anstrengen dafür. Es geschieht. Es sei denn, ich ziehe wie eine Regenjacke eine barmherzigkeitsabweisende Schutzschicht über… Das Angebot ist groß. Es wird mit Angst beworben. Gott aber bleibt barmherzig, fließt über & über, ist Quelle & Meer, regnet über Gute & Böse.

Gut & Böse

Gut & Böse. Die aktuellen Meldungen aus der Welt fordern vielleicht gerade zu Barmherzigkeit auf. Es geht um Mitgefühl & Verständnis. Die größte Herausforderung scheint zu sein Abgrenzungen & Ausgrenzungen zu überwinden, statt auf die vermeintlich Bösen mit dem Finger zu zeigen & zu sagen „die da“, während  „die da“ sich an dem Wir-Gefühl erwärmen, das auch unter (vermeintlich) Ausgegrenzten entstehen kann. Aber ist das barmherzig? Leben dieses Lagerdenken & das Lagerfeuergefühl im Überfluss? Die Protestbewegungen, die sich um Verschwörungsideologien sammeln – sei es im Trumpismus, in der Ablehnung von Corona-Schutzmaßnahmen oder der Verweigerung von Humanität gegenüber Geflüchteten – leben doch eher aus dem Mangel an Teilhabe, Mangel an Austausch.

ZuMUTung

Was für eine Zumutung ist es, in einer Welt, in der „die Anderen“ als ständige Bedrohung oder Konkurrenz erlebt werden, barmherzig zu sein; die Bedürfnisse der anderen zu erkennen, anzuer-kennen!? Doch genau dazu fordert Jesus auf: liebt eure Feinde, werdet barmherzig, gebt im Überfluss. Weil er vom Hunger weiß, empfiehlt Jesus das – vom Hunger nach Brot & vom Hunger nach Liebe. Und weil er von der Macht der Liebe weiß, die sich im Überfluss verschenkt, wo Mangel ist. Diese Bewegung kann die Welt verwandeln, weiß Jesus. Diese Bewegung verzichtet auf Gewalt, die immer nur neue Gewalt erzeugt. Das ist eine Wahrheit der Physik. Mit dem Wissen der Physik und dem Mut zur Barmherzigkeit können Gewalt und Ausgrenzung überwunden werden.

In der Mitte

Barmherzigkeit. In der Sprache Jesu hat diese Regung - wie alle Regungen – im Körper einen Raum: die Nase ist der Zorn, die Kehle die Seele, im Herz hat das Denken seinen Raum, die Gefühle in den Nieren… & das Erbarmen, das Mitgefühl, die Barmherzigkeit hat im Unterleib Raum, wächst in der Gebärmutter, bewahrt & vermehrt sein Wesen in Keimzellen - immer neu, immer treu dem Wesen der Liebe, der Barmherzigkeit von Generation zu Generation fließt Gottes Barmherzigkeit über, wird Gott Mensch, stellt seine Krippe in unserer Mitte auf.

Von Herz zu Herz

Gott verschenkt sich. Gott atmet aus – wir atmen ein. Gott nimmt uns mit hinein in die Bewegung seiner Liebe. Gott beschenkt sich, lächelt, breitet sich aus wie Licht; fragt nicht nach gut oder böse, hüllt auch die Irregegangenen ein, barmherzig & liebevoll. Barmherzig, ein Ebenbild Gottes wird, wer sich berühren lässt. Wo Leid ist, lässt Gott sich berühren, fließt Gottes Barmherzigkeit über von Herz zu Herz zu Herz, das Leid zu lindern. Wo Glück ist, lässt Gott sich berühren, fließt Gottes Barmherzigkeit über von Herz zu Herz zu Herz, das Glück zu teilen im Überfluss. Gott ist die Quelle, Gott ist das Meer; das Dazwischen ist Gott, in Bewegung. Gott ist die Fülle, fließt über, verströmt sich, bewässert die Wüsten, lässt Gärten aufblühen, lässt Hartherzige barmherzig werden.

Nähe

Berühre mein Herz mit deiner Barmherzigkeit, Gott. Sei ganz nah! Bewege & verwandle mich durch deinen Überfluss, bring mich in den Fluss, bring mich ins Fließen - mit Tränen der Trauer, der Freude, der Rührung. Lass mich Menschen nahe sein, denen in Trauer, in Freude, berührt von der Zärtlichkeit deiner Barmherzigkeit; berührt von der Macht der Vergebung; der Liebe, die heil macht. Berühr mich mit deiner Barmherzigkeit, die mich barmherzig macht. Amen.

 

Fürbitten

Du bist barmherzig, Gott. Du verströmst deine Liebe, gibst Licht & Segen, gibst uns Raum & Zeit, barmherzig zu werden.

Lass uns barmherzig werden, wo Menschen in anderen Feinde sehen. Lass uns einander als Menschenkinder sehen, als deine Kinder.

Sei mit deiner Barmherzigkeit bei den Geflüchteten, die ihre Heimat verloren haben, deren Würde missachtet wird, die im Elend leben.

Sei mit deiner Barmherzigkeit bei denen, die durch Erdbeben das Dach über dem Kopf, den Boden unter den Füßen & das Vertrauen in die Regierenden verloren haben.

Lass uns barmherzig werden & für Solidarität streiten, Gesundheitsversorgung für alle ermöglichen, die nicht auf Kosten der Pflegenden geht; um gute Ernährung ringen, die nicht auf Kosten von Gärtnern, Bäuerinnen oder der Natur geht.

Sei mit deiner Barmherzigkeit bei denen, die verfolgt werden, weil sie sagen, was ist; lass uns barmherzog sein und denen beistehen, die verfolgt werden.

Sei mit deiner Barmherzigkeit bei denen, die unter Krieg & Gewalt leiden. Lass uns barmherzig werden, mitfühlen & im Miteinander Wege der Versöhnung & der Gerechtigkeit finden.  

Gemeinsam beten wir mit den Worten Jesu:  Vaterunser                  

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